Ciara!


An diesem Sonntag wütet ein Sturmtief von West nach Ost. Am Horizont sehe ich die Windräder, sie drehen nicht, denn ab 90 Stundenkilometer Windgeschwindigkeit werden sie aus Sicherheitsüberlegungen abgeschaltet. Die Fußballspiele werden abgesagt, man soll aufpassen und nicht unnötig durch die Gegend fahren. Die Wälder sind gesperrt, Bäume fallen um. Ich gehe mit meinem 14-jährigen eine Runde laufen, wir werden auf dem offenen Feld fast weggeblasen. Seine Frisur hält.

In England, den Niederlanden und Belgien heißt sie Ciara. Sie wurde westlich vom Vereinigten Königreich geboren. Sie peitscht die Nordseewellen auf, wütet in ihrem gefährlichen Spiel draufgängerisch und unvorhersehbar übers Land, reißt Bäume aus, dreht Pirouetten durch die Lüfte. Erst seit September hat man in den Niederlanden damit angefangen, den starken Stürmen Namen zu geben: Hier ist die Liste von den Stürmen, die noch kommen werden, die Namen werden alphabetisch gegeben: Atiyah, Brendan (die gab’s im Herbst, sie sind beide nicht an Land gekommen) Ciara, Dennis, Ellen, Francis, Gerda, Hugh, Iris, Jan, Kitty, Liam, Maura, Noah, Olivia, Piet, Roisin, Samir, Tara, Vince und Willow.

In Deutschland heiß der Sturm Sabine und macht einfach alles platt.

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